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SAP Marketing Cloud 2026: Erfolgreiche Migration und Alternativen

Laura Debbaut
Laura Debbaut 19.02.2026 12:21:33 6 min read
SAP Marketing Cloud 2026: Erfolgreiche Migration und Alternativen

SAP wird die Entwicklung von SAP Marketing Cloud im Jahr 2026 einstellen. Der Support endet im Dezember 2026. Wenn Sie die Lösung derzeit nutzen, benötigen Sie einen Migrationsplan.

Wir sind Elixir, ein HubSpot Elite Solutions Partner, der mit europäischen Unternehmen arbeitet. Wir haben mehrere Unternehmen bei der Migration von SAP Marketing Cloud unterstützt und wissen, was funktioniert und was Probleme verursacht.

Diese FAQ beantwortet die Fragen, die wir am häufigsten von CTOs, CROs und IT-Leitern hören, die diese Umstellung durchführen. Wir teilen unsere Erfahrungen ehrlich mit Ihnen, auch die, die schwierig sind.

TABELLENÜBERSICHT

  1. Zeitplan und Planung
  2. Auswahl Ihrer nächsten Plattform
  3. SAP-Integration
  4. Datenmigration und Compliance
  5. Aufrechterhaltung des Betriebs
  6. Auswahl der Implementierungspartner
  7. Erste Schritte
  8. Ihre nächsten Schritte

 

 

1. Zeitplan und Planung

Wann genau endet der Support für SAP Marketing Cloud?

Der offizielle Support für die SAP Marketing Cloud endet im Dezember 2026. Ab diesem Zeitpunkt stellt SAP keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen oder technischen Supportleistungen mehr bereit.

Der Weiterbetrieb einer nicht mehr unterstützten Software erhöht das Sicherheitsrisiko erheblich und kann die Einhaltung der DSGVO gefährden. Zudem schließen viele Cyber-Versicherungspolicen Schäden aus, die im Zusammenhang mit veralteter oder nicht unterstützter Software entstehen.

Wie lange dauert die Migration realistisch?

Für die meisten Unternehmen sollten insgesamt etwa 3–4 Monate vom Projektstart bis zum Go-Live eingeplant werden.

Der Gesamtzeitraum setzt sich in der Regel aus folgenden Phasen zusammen:

  • Plattformbewertung und Anbieterauswahl: ca. 4–8 Wochen

  • Implementierung und Konfiguration: ca. 8–12 Wochen

  • Entwicklung der SAP-Integration: ca. 8–12 Wochen
    (kann parallel zur Implementierung erfolgen)

  • Tests und Schulung der Teams: ca. 2–4 Wochen

Unternehmen, die erst gegen Ende 2026 mit der Evaluierung starten, müssen mit einem deutlich engeren Zeitplan sowie einer eingeschränkten Verfügbarkeit qualifizierter Implementierungspartner rechnen. Ein früher Projektstart schafft Planungssicherheit und ausreichend Handlungsspielraum.

Was passiert, wenn SAP Marketing Cloud nach dem Supportende weiter betrieben wird?

Der Weiterbetrieb der SAP Marketing Cloud nach Ablauf des Supports ist mit erheblichen Risiken verbunden, die sorgfältig abgewogen werden müssen:

  • Ungepatchte Sicherheitslücken, die nicht mehr durch SAP behoben werden

  • Kein technischer Support bei kritischen Störungen oder Systemausfällen

  • Mögliche Einschränkungen im Cyber-Versicherungsschutz

  • Erschwerte oder unvollständige Compliance- und Audit-Dokumentation, insbesondere im Hinblick auf DSGVO-Anforderungen

In der Praxis werden insbesondere IT-Sicherheits- und Compliance-Teams diese Risiken klar adressieren. Entsprechend ist dies keine Entscheidung, die isoliert im Marketing getroffen werden kann, sondern erfordert eine abteilungsübergreifende Bewertung auf Management-Ebene.

 

2. Auswahl Ihrer nächsten Plattform

SAP empfiehlt Emarsys – sollten Sie dieser Empfehlung folgen?

Emarsys eignet sich besonders gut für B2C-E-Commerce und E-Mail-Marketing. Für B2B-Unternehmen mit komplexen Vertriebszyklen stößt die Plattform jedoch an funktionale Grenzen.

Zu den typischen Einschränkungen zählen:

  • Sehr starke E-Mail-Funktionen, aber begrenzte CRM-Fähigkeiten

  • Einfaches Content-Management, das für komplexe B2B-Journeys oft nicht ausreicht

  • Weniger Funktionen zur Vertriebsunterstützung als bei speziell auf B2B ausgerichteten Plattformen

Unternehmen müssen daher abwägen, ob die Konsistenz innerhalb des SAP-Ökosystems oder die funktionale Passgenauigkeit für ihre Marketing- und Vertriebsprozesse im Vordergrund steht. Diese Bewertung fällt je nach IT-Strategie, internen Ressourcen und fachlichen Anforderungen unterschiedlich aus.

Ist HubSpot für Unternehmen mit SAP-Landschaft geeignet?

Ja. HubSpot lässt sich erfolgreich in SAP-Umgebungen integrieren, unter anderem mit SAP S/4HANA, SAP C/4HANA, SAP Business One und SAP ECC.

Was für SAP-Anwender besonders gut funktioniert:

  • Middleware-basierte Integrationsmuster reduzieren das Risiko und sichern einen stabilen Betrieb der SAP-Systeme

  • Vereinfachtes Content-Management ermöglicht konsistente B2B-Marketing-Workflows

  • Schnellere Implementierung verkürzt die Time-to-Value deutlich gegenüber klassischen Enterprise-Alternativen

  • Intuitive Benutzeroberfläche fördert die Akzeptanz in Marketing- und Vertriebsteams

Wie schneiden Salesforce und Adobe im Vergleich ab?

Neben HubSpot werden häufig folgende Enterprise-Alternativen evaluiert:

  • Salesforce Marketing Cloud
    Bietet Automatisierung auf Enterprise-Niveau mit sehr umfangreichen Funktionen.
    Typische Implementierungsdauer: 6–9 Monate.
    Höhere Gesamtbetriebskosten.
    Besonders geeignet für große Unternehmen mit dedizierten technischen Teams und bestehender Salesforce-Infrastruktur.

  • Adobe Experience Cloud
    Sehr leistungsfähig im Bereich Personalisierung und Experience Management.
    Hoher Ressourcenbedarf und längere Projektlaufzeiten.
    Geeignet für große Organisationen mit komplexen Anforderungen und hohen Budgets.

Beide Plattformen sind leistungsfähige Enterprise-Lösungen. Die richtige Wahl hängt von Ihren fachlichen Zielen, der bestehenden Systemlandschaft und den internen technischen Kapazitäten ab.

 

3. SAP-Integration

Verlieren Sie Ihre SAP-CRM-Integration?

Nein.
Die ERP-Kernprozesse, Finanzdaten und Berichte bleiben vollständig erhalten.

Die SAP Marketing Cloud ist in der Regel mit dem CRM-System verbunden – etwa SAP C/4HANA bzw. SAP Cloud for Customer – und nicht direkt mit dem ERP.

Eine Middleware-Schicht stellt sicher, dass Daten zwischen CRM und Marketingplattform zuverlässig und nahezu in Echtzeit ausgetauscht werden, ohne bestehende Lead-to-Cash-Prozesse oder ERP-Abläufe zu beeinträchtigen.

Welche Herausforderungen sind bei der SAP-Integration zu erwarten?

Die SAP-Integration erfordert spezialisiertes Fachwissen. Die technische Komplexität umfasst unter anderem:

  • Unterschiedliche Datenmodelle zwischen den Systemen

  • Die Sicherstellung der Datenkonsistenz über alle angebundenen Plattformen hinweg

  • Unterschiedliche Authentifizierungs- und Verbindungsmechanismen

Kritische Erfolgsfaktoren aus der Praxis

Folgende Punkte haben sich als entscheidend erwiesen:

  • Arbeiten Sie mit Partnern, die sowohl SAP als auch Ihre neue Marketingplattform sehr gut kennen

  • Definieren Sie die Integrationsarchitektur, bevor die Implementierung beginnt

  • Planen Sie einen realistischen Zeitrahmen für Entwicklung und Tests ein

  • Halten Sie Ihr SAP-Team während des gesamten Projekts aktiv eingebunden

Unternehmen, die die Integrationskomplexität unterschätzen, müssen mit Verzögerungen, Nacharbeiten und zusätzlichen Kosten rechnen. Eine sorgfältige Planung ist daher unerlässlich.

Ist eine Middleware erforderlich?

Ja. Eine dedizierte Integrationslösung ist notwendig.

Moderne cloudbasierte iPaaS-Plattformen bieten gegenüber klassischer Middleware deutliche Vorteile in Bezug auf Skalierbarkeit, Wartbarkeit und Betriebssicherheit. Häufig eingesetzte Lösungen sind unter anderem:

  • ElixirSync

  • Make

  • Workato

ElixirSync ist dabei eine Middleware, die regelmäßig in entsprechenden Projekten eingesetzt wird.

Welcher Integrationsansatz passt zu Ihrem Unternehmen?

Der optimale Ansatz hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Hohe Datenvolumina und Echtzeit-Anforderungen → Einsatz einer robusten iPaaS-Lösung

  • Kleinere Implementierungen und Batch-Synchronisation → einfachere Integrationsansätze ausreichend

  • Ihre individuelle Systemarchitektur → ausschlaggebend für die finale Entscheidung

 

4. Datenmigration und Compliance

Werden Sie historische Kampagnendaten verlieren?

Nein – bei richtiger Planung nicht.
Kontakt- und Kontodaten bleiben grundsätzlich erhalten.

Welche historischen Kampagnendaten erfolgreich übernommen werden können, hängt vom Datenmodell Ihrer neuen Plattform sowie von der Qualität der Migrationsplanung ab. Arbeiten Sie mit erfahrenen Migrationspartnern, die mit komplexem Daten-Mapping und der Migration von Unternehmensdaten vertraut sind.

Wie stellen Sie die DSGVO-Konformität während der Migration sicher?

Datenübertragungen zwischen Systemen erfordern eine sorgfältige DSGVO-konforme Vorgehensweise.

Zentrale Aspekte dabei sind:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre neue Plattform EU-Datenresidenz bietet

  • Überprüfen und dokumentieren Sie die Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung

  • Führen Sie während der Migration lückenlose Einwilligungsnachweise

  • Aktualisieren Sie Datenschutzerklärungen und Auftragsverarbeitungsverträge

  • Führen Sie bei erhöhtem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durch

Überspringen Sie die DSGVO-Planung nicht. Es ist deutlich effizienter, von Beginn an korrekt zu migrieren, als später aufwendig Compliance-Lücken zu schließen.

Sollten Sie die Daten im Zuge der Migration bereinigen?

Ja. Eine Migration ist der ideale Zeitpunkt zur Verbesserung der Datenqualität.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Entfernen von Duplikaten

  • Standardisierung von Datenformaten

  • Korrektur unvollständiger Datensätze

  • Bereinigung veralteter oder irrelevanter Informationen

Saubere Daten lassen sich schneller migrieren, reduzieren Fehler und liefern bessere Ergebnisse im neuen System.

Planen Sie die Datenbereinigung fest in Ihren Projektzeitplan ein. Der Aufwand liegt typischerweise bei 2–3 Wochen, zahlt sich jedoch langfristig durch präzisere Reports und höhere Marketingeffektivität aus.

 

5. Aufrechterhaltung des Betriebs

Wie können Sie Kampagnen während der Migration weiterführen?

Betreiben Sie während der Umstellung parallele Systeme. Lassen Sie geschäftskritische Kampagnen weiterhin in der SAP Marketing Cloud laufen, während Sie die neue Plattform implementieren und testen.

Planen Sie die Migration nach Möglichkeit in kampagnenschwächeren Zeiträumen. Bei sorgfältiger Vorbereitung lässt sich die Unterbrechung für die finale Umstellung in der Regel auf 24–48 Stunden begrenzen.

Mit einer strukturierten Übergangsplanung können Ihre Marketingaktivitäten nahezu ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Wie unterstützen Sie Schulung und Anpassung des Teams?

Setzen Sie auf ein strukturiertes Change-Management mit klaren Maßnahmen:

  • Planen Sie rollenbasierte Schulungen

  • Ermöglichen Sie praxisnahe Trainings vor dem Go-live

  • Stellen Sie Dokumentation und Arbeitshilfen bereit

  • Organisieren Sie erhöhten Support in den ersten 30 Tagen nach der Umstellung

Die Benutzerakzeptanz hängt maßgeblich von diesem Ansatz ab. In der Praxis erreichen Teams ihre volle Produktivität innerhalb von 4–8 Wochen, sobald sich neue Arbeitsabläufe etabliert haben.

Auch die Wahl der Plattform beeinflusst die Akzeptanz erheblich:
Intuitive Benutzeroberflächen fördern eine schnelle Adoption deutlich stärker als komplexe Systeme mit hohem Schulungsaufwand.

 

6. Auswahl der Implementierungspartner

Was macht einen guten Migrationspartner aus?

Wählen Sie Partner, die nachweisliche Erfahrung sowohl mit SAP-Integrationen als auch mit der von Ihnen gewählten Marketingplattform haben. Beides ist erforderlich – das eine ohne das andere erhöht das Projektrisiko erheblich.

Zentrale Auswahlkriterien sind:

  • Referenzen und Fallstudien erfolgreicher Unternehmensmigrationen

  • Tiefes technisches SAP-Fachwissen

  • Regionale Präsenz und klar geregelte Supportmöglichkeiten

  • Transparente Methodik und strukturierter Projektansatz

  • Offenheit hinsichtlich Zeitplan, Aufwand und Komplexität

  • Klares Support- und Betriebsmodell nach der Migration

Reine oder generische Marketingplattform-Berater verfügen häufig nicht über ausreichende SAP-Kenntnisse. Sie benötigen Partner, die SAP-Architekturen, Datenmodelle und bewährte Integrationsmuster wirklich verstehen

Warum ist SAP-Fachwissen für Marketing-Plattform-Implementierungen entscheidend?

SAP-Systeme zeichnen sich durch komplexe Datenmodelle und Geschäftslogiken aus. Fundierte SAP-Expertise ist notwendig, um:

  • CRM- und Marketingdaten sicher zu extrahieren und zu synchronisieren

  • Geschäftsprozesse korrekt und vollständig abzubilden

  • Stabile Integrationen aufzubauen, die Ihren spezifischen Anforderungen entsprechen

  • Integrationsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu beheben

Die Projekterfahrung zeigt, dass Unternehmen die Komplexität von SAP-Integrationen in der Planungsphase häufig unterschätzen. Partner mit ausgewiesener SAP-Expertise helfen Ihnen, kostspielige Verzögerungen, Nacharbeiten und Budgetüberschreitungen zu vermeiden.

 

7. Erste Schritte

Was sollten Sie zuerst tun?

Beginnen Sie mit einer strukturierten Bewertung, bevor Sie sich auf eine Plattform oder einen Implementierungspartner festlegen.

Aktionsplan für Woche 1:

  • Dokumentieren Sie Ihre aktuelle Nutzung der SAP Marketing Cloud

  • Erfassen Sie die Integrationspunkte und Datenflüsse zu SAP C/4HANA

  • Bewerten Sie die Fähigkeiten und Kapazitäten Ihres internen Teams

  • Definieren Sie einen vorläufigen Zeit- und Budgetrahmen

  • Fordern Sie Plattform-Demos bei qualifizierten Anbietern an

  • Führen Sie erste Gespräche mit Implementierungspartnern zu Ihrer konkreten Situation

Ein klares Verständnis Ihrer Ausgangslage ermöglicht es Ihnen, fundierte Entscheidungen zur Plattformauswahl und zum passenden Implementierungsansatz zu treffen.

 

8. Ihr nächster Schritt

Der Support für SAP Marketing Cloud endet im Dezember 2026 – das entspricht einem verbleibenden Zeitraum von rund 11 Monaten.

Bei einer typischen Implementierungsdauer von 4–6 Monaten sollten Unternehmen spätestens im ersten Quartal 2026 mit der Plattformevaluierung beginnen, um die Umstellung ohne Zeitdruck umzusetzen.

Wir haben einen Bewertungsrahmen für SAP-Migrationen entwickelt, der gezielt die relevanten Fragen für Plattform-Demos adressiert. Er hilft Ihnen dabei, klar zu erkennen, welche Funktionen für Ihre spezifische Situation wirklich entscheidend sind.

 


Über Elixir Solutions

Digital Business Engineers mit Spezialisierung auf komplexe HubSpot-Implementierungen für mittelständische Unternehmen. Elite Partner seit 2015 mit Niederlassungen in Brüssel, Amsterdam, München, Paris und Stockholm. Wir kombinieren SAP-Integrationsexpertise mit fortschrittlichen HubSpot-Fähigkeiten durch eine bewährte Implementierungsmethodik. Erfahren Sie mehr unter elixir-solutions.de

 

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Laura Debbaut
Marketing Consultant bei Elixir, spezialisiert auf HubSpot-Lösungen, digitale Transformation und Content-Strategien zur Förderung des Kundenerfolgs.

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